startseite neu

Neuer Vorsitzender des Geislinger Stadtseniorenrates ist Wolfgang Kehrer. Der 68-jährige Geislinger löst Monika Zeisler ab, die sechs Jahre diesem Gremium vorstand. Ilse Ehekircher ist künftig Stellvertreterin.

Großer Stabwechsel im Vorstand des Geislinger Stadtseniorenrates. Neben Monika Zeisler standen auch ihre Stellvertreterinnen Gisela Schlegel und Annelies Paul für keine weitere Amtsperiode mehr zur Verfügung. Der langjährige Kassier Joachim Jüttner tritt fortan kürzer und wechselt in den Beisitz des Rates.

Monika Zeisler, die sechs Jahre lang den Stadtseniorenrat führte und die gleiche Zahl an Jahren als Vize fungierte, hatte bereits lange im Vorfeld der gestrigen Hauptversammlung angekündigt, dass sie altershalber nicht mehr zur Verfügung stehe. Der Stadtseniorenrat hatte daraufhin seit Langem Ausschau nach einem passenden Nachfolger gehalten und nun Wolfgang Kehrer als Kandidaten präsentiert.

Der gebürtige Geislinger war 24 Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde Weidenstetten im Alb-Donau-Kreis. Bei seiner Vorstellung erklärte Kehrer, dass er bereits seit einem Jahr aktiv im Stadtseniorenrat mitwirke und die Aufgabe des Vorsitzenden gerne übernehme. Als neue Stellvertreterin hatte der scheidende Vorstand Ilse Ehekircher vorgeschlagen. Sie ist bereits seit vielen Jahren aktives Mitglied in diesem Gremium. Sowohl Kehrer als auch Ilse Ehekircher wurden einstimmig gewählt.

Als neuen Kassierer bestimmte die Versammlung Roland Weida. Der 69-jährige Bad Überkinger nahm die Wahl ebenso an wie Uwe Glöckner, der wieder zum Schriftführer gewählt wurde. Er ist damit der einzige Vertreter aus dem alten Vorstandsteam, der auch dem künftigen geschäftsführenden Vorstand angehört. Auch die Wahl der acht Beisitzer (Namen unten) ging völlig unproblematisch über die Bühne. Sechs von ihnen wurden in ihren Ämtern bestätigt, neu als Beisitzerin gewählt wurde Doris Hohly und Joachim Jüttner wechselte lediglich sein Amt. Auch die beiden Kassenprüfer wurden im Amt bestätigt.

Den Nachmittag im Schubart-Saal des Geislinger Mehrgenerationenhauses hatte Monika Zeisler eröffnet. Der Geislinger OB Frank Dehmer betonte in seinen Grußworten die enge Zusammenarbeit, die sich seit seinem Amtsantritt im Herbst zwischen ihm und dem Stadtseniorenrat entwickelt habe. Er bedankte sich ausdrücklich beim ausscheidenden Vorstandsteam für dessen Arbeit und das vielseitige Engagement in den zurückliegenden Jahren.

"Loslassen und loslassen müssen!" Ganz im Zeichen des Nachmittags voller Abschiede stand dann ein Referat des früheren Geislinger Hochschulrektors Professor Dr. Werner Ziegler. In höchst amüsanter Weise schilderte Ziegler, wie sich das Problem des Nicht-loslassen-könnens "wie ein roter Faden für uns alle durch das gesamte Leben zieht". Dabei begegneten sich ambivalente Gefühle, sagte Ziegler: Auf der einen Seite Veränderungsängste, auf der anderen aber auch die Freude auf das Neue.

In ihrem letzten Jahresbericht bezifferte Monika Zeisler die Zahl der aktiven Mitglieder des Rates auf über 200. Sie ermunterte zur aktiven Teilnahme an den öffentlichen Sitzungen, der Stadtseniorenrat sei keine Ich-AG, sondern ein für alle Interessierten offenes "Gesamtkonstrukt." Weiter führte sie die zahlreichen nachhaltigen Projekte an, etwa die Hochschule 50 plus, den PC-Kurs "Alt trifft Jung" sowie Kulturfahrten und Kinoveranstaltungen. Auch den Seniorenpass und das jüngste Kind, das gerade entstehende Mehrgenerationen-Wohnprojekt für Geislingen, sprach Monika Zeisler an sowie etliche weitere Aktivitäten des Verbandes.

Den Dank an das scheidende Vorstandsteam sprach Jürgen Wahr in seiner Funktion als Beisitzer aus. Dabei hob er im Namen des gesamten Rates und der "älteren Generation" der Stadt Geislingen das außerordentliche Engagement Monika Zeislers und ihres Vorstandsteams hervor. Nur dadurch sei der Stadtseniorenrat als Sprachrohr und Vertretungsorgan der älteren Mitbürger wahrgenommen worden.